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Diary Zurück in die Schweiz
Posted on Sun, 19 Oct 2008 01:37:30 by Rene Buergi

Nachdem wir mit dem Bus nach Riobamba zurückgekehrt sind, haben wir den Weg nach Cuenca unter die Räder genommen. Wahrlich, auf Teilen der Strecke hätte man durchaus meinen können, wir währen im Emmental oder Appenzellerland.




Unterwegs liegen in der Nähe des Städtchens El Tambo die Inkaruinen von Ingapirca. Sie sind die bedeutensten Überreste Ecuadors aus der Inkazeit.





Diary Volcan Sumaco
Posted on Wed, 08 Oct 2008 18:54:58 by Rene Buergi

Von Tena sichtbar erhebt sich in nordöstlicher Richtung ein Vulkankegel über den Regenwald.



Der Vulkan Sumaco (3827 m.ü.M) gilt als letzter dem Amazonasbecken vorgelagerter Berg dieser Höhe. Ein 3-5tägiges Trekking führt von dem kleinen Dorf Pacto Sumaco (1538 m.ü.M) über alle Vegetationsstufen hinweg auf den Gipfel. Mit dem Tourenanbieter Mundopuma haben wir einen guten Partner gefunden, welcher uns diese Tour organisiert hat.

Der Weg führt zuerst durch Kulturland und Naranjilla-Plantagen, dann durch Bäche und dichten Regenwald zu einer ersten einfachen Hütte (1792 m.ü.M). Was für ein Glück mit Gummistiefeln unterwegs zu sein und nicht mit den anfänglich vorgesehenen Bergschuhen: Der Weg führt immer wieder durch Sumpflöcher.






Unser Führer Luis erklärt uns von Zeit zu Zeit einige Pflanzen und zeigt uns Vögel und Spuren von Tapiren und Bären (vegetarische!), welche wir selber nie entdeckt hätten. Auf den Bäumen turnen in einiger Entfernung Affen herum. Auch kleinste Käfer, Schmetterlinge und Blumen säumen den Weg zur dritten Hütte (2750 m.ü.M).






Obwohl der Weg über ein längeres Stück entlang einem Grat führt, gibt der dichte Regenwald nur selten einen Blick zum Vulkan frei.

Nach einer sternklaren Nacht machen wir uns um 06:30 Uhr bereit, an diesem 3. Morgen die letzten 1000 Höhenmeter auf den Sumaco zu erklimmen.



Schon auf dem Weg zur dritten Hütte sind die Bäume kleiner geworden. Die Vegetation ist zeitweise in dichten Bambus-Bewuchs übergegangen.



Etwa auf 3000 m.ü.M. lichtet sich der Wald, und die Sicht wird frei auf einige der 6-7 Nevados, umliegende Vulkane der Anden, alle über 5000m hoch.




Die obersten 400 Höhenmeter sind von karger Vegetation geprägt, welche hier in Ecuador Páramo genannt wird.



Der Gipfel des Sumaco besteht aus einem Kraterrand mit einem winzigen See im Kratergrund.


Vom Gipfel ist in rund 6 Stunden die zweite Hütte bei der Laguna Guagua Sumaco zu erreichen. Von hier hat man bei klarem Wetter nochmals Sicht auf den Gipfel und das Amazonasbecken. Der Rückweg ist identisch mit der Aufstiegsroute, einen zweiten Weg auf den Sumaco gibt es nicht: selbst nach wenigen Monaten wächst der Weg wieder zu.




Während der Tour hat uns Martha mit reichhaltigem Essen versorgt. Rühreier, frittierte Würstchen, Huhn, Reis, Kochbananen oder Linsen sind für ungewohnte Mägen allerdings schon etwas deftig zum Frühstück!



Die halbstündige Rückfahrt von Pacto Sumaco zur Strasse Coca-Tena auf der Ladebrücke des Kleinlasters ist zum Abschluss noch recht anstrengend geworden.



Toureninfos:

Wetter:
Bei gutem Wetter sind Nacht und Morgen klar, nach Sonnenaufgang bilden sich von Osten her rasch Quellwolken, welche über den Tag zu einer dichten Wolkendecke oder sogar Gewitterregen führen.

Jahreszeit:
Die Tour auf den Sumaco kann von ca. Juli bis Dezember durchgeführt werden. Während den Regenmonaten verwandeln sich die Wege in grosse Bäche.

Informationen zum Nationalpark:
Sumaco Nationalpark



Diary Tena
Posted on Tue, 07 Oct 2008 04:14:38 by Sarah Huber

Von Banos sind wir über Puyo nach Tena gekommen. Nun sind wir auf 600müM, am Rande des Amazonasbecken. Wir mussten uns zuerst an die tropischen Temperaturen gewöhnen: Die Sonne brennt senkrecht. Der Schweiss fliesst, schwemmt die Sonnencreme in die Augen. Der Fahrtwind ist so erfrischend wie ein Haarföhn. Ein Hügel mit dem Fahrrad zu erklimmen kann anstrengender sein als die letzten Höhenmeter auf den Cotopaxi.




Angenehmer ist es den Tag beim gehen und schwimmen in einer Schlucht zu verbringen: eine Art Canyoning im Jungle ohne Seil, mit Badehose und Gummistiefeln.



Kühl war auch die Kayak-Fahrt auf dem Rio Anzú, vor allem bei teilweise heftigem Regen.



Ein kräftiges Gewitter kann auch mal für Abkühlung sorgen, so finde ich es heute Abend nur mit T-Shirt etwas kühl, oder habe ich mich schon an die Hitze gewöhnt?

Im AmaZOOnico wird einem alles geklaut war nicht Niet- und Nagelfest ist!






Traditionelles Essen bei einem Schamanen





Diary Nach Banos
Posted on Thu, 25 Sep 2008 01:00:49 by Sarah Huber

Nach dem Cotopaxi sind wir über eine Nebenstrasse nach Banos (1800) gefahren: ein Ferienort mit vielen Bäder, Hotels und Restaurants.
Leider keine Aussicht mehr auf die hohen Bergen. Um den Tungurahua zu sehen muss mann etwas höher steigen. Der Vulkan war seit 1999 mehrmal ausgegrochen und hat Häuser und die Strasse nach Riobamba zerstört.

Tungurahua

Banos

Wasserfall Pailon del Diablo nach Rio Verde






Diary Cotopaxi (5.897)
Posted on Thu, 25 Sep 2008 00:32:41 by Sarah Huber

Organisation
Natürlich ist es am einfachsten eine Tour aus Quito aus zu organisieren, für den Cotopaxi ist das nicht anders.
Wir wollten aber kein festen Termin haben sondern ein Versuch starten sobald wir uns genügend an die Höhe angepasst fühlten und vorher eine Test-Tour auf mittlerer Höhe machen.

Anreise
Von Machachi aus konnten wir mit einem Taxi den Nord-Eingang des Cotopaxi National Park erreichen und von dort zu Fuss die Tambopaxi Unterkunft.



Höhe
Wir waren zehn Tage mit dem Fahrrad zwischen 2500 und 3000 müM unterwegs, haben zwei Nächte in Tambopaxi auf 3750 müM verbracht und sind von dort aus auf den Ruminahui gestiegen (4630 müM).

Wir hatten Bedenken ob das zur aklimatisation genügt, da wir uns aber fit fühlten und keine Höhenbeschwerden hatten, haben wir für den Nächsten Tag den Anstieg zum Refugio und dann zum Gipfel geplant. Auch der Gipfelanstieg ging Problemlos, wir hatten nur kurze Momente leichte Kopfschmerzen. Wir hatten im Monterosa Gebiet schon mehr Kopfschmerzen ;-).
Wir waren auch recht schnell unterwegs und mussten im zweiten Teil lansamer gehen damit wir nicht auf dem Gipfel frierend auf den Sonnenaufgang warten müssen ;-).



Wetter
Das Wetter ändert rasch und ist nicht voraussehbar. Am Nachmittag hatte es im Refugio noch Geschneit und Gedonnert.
Um Mitternacht, als wir aufstanden war der Himmel klar, mit hohen Wolkenfeldern. Während dem ganzen Auf- und Abstieg hatten wir freie Sicht und kaum Wind, allerdins waren die Nachbargipfel teilweise in Wolken verhüllt, z.B. die Illinizas.




Führer
Im Tambopaxi wurde uns ein junger Bergführer Diego Cumbajin (aus Machachi) vermittelt, den wir weiter empfehlen können: freundlich, kommunikativ, erfahren und offen für eigene Vorschläge zur Tour.
(diego-andes@hotmail.com)

Material:
Wir konnten in Tambopaxi das fehlende Material mieten (Steigeisen, Pickel, Klettergurt), wir waren froh unsere Steigeisenfesten Bergschuhe dabei zu haben. Beim Haupteingang des Nationalparks soll es auch möglich sein Material zu mieten.

Infrastruktur
Die Unterkunft Tambopaxi und das Refugio Jose Ribas waren besser Ausgerüstet als erwartet:
Tambopaxi: Zimmer mit warmen Bettdecken, feines Essen, Strom, Telefon, warme Duschen.
Refugio Jose Ribas: Matrazenlager (warmer Schlafsack nötig), Küche mit Gasherd (Essen selber mitbringen), Strom, Wasser.

Hochsaison
Bei uns war ganz und gar nicht Hochsaison: wir waren zu fünft in der Hütte und zwei mehr auf dem Gipfel. Ein Monat vorher haben 120 Leute in der Hütte übernachtet. Unsere kurzfristige Organisation (Führer, Material, Hütte) hätte natürlich in der Hochsaison nicht funktioniert.



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