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Diary Ankunft in Quito
Posted on Thu, 11 Sep 2008 15:40:31 by Rene Buergi

Wir sind in der Nacht vom 8. auf den 9. September wohlbehalten in der Hauptstadt von Ecuador angekommen. Sä­´liches Gepäck war da, nichts ist in den drei Umsteigeflughäfen fehlgeleitet worden. Der Taxifahrer stand rechtzeitig am Flughafen bereit und brachte uns zur Unterkunft. Die erste Senfattake (die Touristen werden manchmal mit Senf bespritzt, um Sie während der Reinigung von Ihren unnötigen Wertsachen zu befreien) haben wir mittlerweile ohne Verluste hinter uns, und die Spanischkenntnisse reichen ebenfalls soweit aus, dass wir nicht verhungern. Die Fahrräder stehen nun bereit und warten auf ihren ersten Einsatz: Der Fahrt zum Äquator.






Diary Erste Tage unterwegs
Posted on Mon, 15 Sep 2008 16:06:35 by Sarah Huber

Route:
Besichtigung der Sonnenuhr "Mitad del Mundo" am Äquator:
Quitsato

Otavalo: Besuch des Samstagsmarktes mit traditionellen Handwerksprodukten, Viehmarkt und Gemüsemarkt. Der Markt soll der grösste und älteste in Südamerika sein. So ein Tag am Markt ist recht anstrengend und gibt fast zu viele Endrücke.
Ich schäme mich zwar, aber es ist halt einfacher: am Abend war ich noch im Supermarkt etwas einkaufen.


El Quinche: Zufälligerweise war am Sonntag ein Pilgerfest mit grosser Messe und Markt. In der vollen Kirche wird gebetet, Kerzen werden angezündet und gehalten, Kinder schreien und spielen und Babys werden gestillt.

Menschen
Die meisten Ecuadorianer sind sehr hilfsbereit, freundlich und kaum aufdringlich. Das ist vor allem beim Marktbesuch sehr angenehm.

Polizeipräsenz / Geld
Sicherheitpersonal ist in und ausserhalb von Quito stark präsent.
Wir wurden ermahnt kein Geld auf der Strasse zu zählen, als wir Kleingeld für den Bus suchten. Die Landsleute haben deshalb immer etwas Münz in der Tasche. Bezahlt werden kleine Beträge mit Dollarscheinen oder allenfalls 10-Dollarscheinen. Noten über 20 Dollar sind kaum loszuwerden. Wir hatten grösste Mühe eine Bank zu finden, welche uns einen 100-Dollarschein zu Kleingeld machte.

Material:
Leider habe ich doch einen Materialschaden vom Flug zu beklagen: die Thermosflasche hat eine Beule und der (neue) Helm ist gebrochen und bietet keinen guten Schutz mehr.
Wir hatten in Quito Veloläden mit gutem Sortiment gesehen, von Klickpedalen über Shimano Schaltung zu Radachsen. Dass wir aber in Cayambe einen neuen Helm finden, hatte ich nicht geglaubt.

Wetter
Zwei Tage Wolken, Zwei Tage strahlend blauer Himmel mit super Sicht auf den vergletscherten Cayambe, zwischendurch ein Regenschauer.

Strassen und Verkehr
Die ersten 15 km um aus Quito raus zu kommen brauchen gute Nerven: Drei Spuren pro Richtung, viele Lastwagen und Busse.
Danach zweispurig aber immer noch recht viel Verkehr. Auf der Panamericana gibts dann teilweise breite Pannenstreifen, welche wir gerne als Radweg benutzen.




Diary Cotopaxi (5.897)
Posted on Thu, 25 Sep 2008 00:32:41 by Sarah Huber

Organisation
Natürlich ist es am einfachsten eine Tour aus Quito aus zu organisieren, für den Cotopaxi ist das nicht anders.
Wir wollten aber kein festen Termin haben sondern ein Versuch starten sobald wir uns genügend an die Höhe angepasst fühlten und vorher eine Test-Tour auf mittlerer Höhe machen.

Anreise
Von Machachi aus konnten wir mit einem Taxi den Nord-Eingang des Cotopaxi National Park erreichen und von dort zu Fuss die Tambopaxi Unterkunft.



Höhe
Wir waren zehn Tage mit dem Fahrrad zwischen 2500 und 3000 müM unterwegs, haben zwei Nächte in Tambopaxi auf 3750 müM verbracht und sind von dort aus auf den Ruminahui gestiegen (4630 müM).

Wir hatten Bedenken ob das zur aklimatisation genügt, da wir uns aber fit fühlten und keine Höhenbeschwerden hatten, haben wir für den Nächsten Tag den Anstieg zum Refugio und dann zum Gipfel geplant. Auch der Gipfelanstieg ging Problemlos, wir hatten nur kurze Momente leichte Kopfschmerzen. Wir hatten im Monterosa Gebiet schon mehr Kopfschmerzen ;-).
Wir waren auch recht schnell unterwegs und mussten im zweiten Teil lansamer gehen damit wir nicht auf dem Gipfel frierend auf den Sonnenaufgang warten müssen ;-).



Wetter
Das Wetter ändert rasch und ist nicht voraussehbar. Am Nachmittag hatte es im Refugio noch Geschneit und Gedonnert.
Um Mitternacht, als wir aufstanden war der Himmel klar, mit hohen Wolkenfeldern. Während dem ganzen Auf- und Abstieg hatten wir freie Sicht und kaum Wind, allerdins waren die Nachbargipfel teilweise in Wolken verhüllt, z.B. die Illinizas.




Führer
Im Tambopaxi wurde uns ein junger Bergführer Diego Cumbajin (aus Machachi) vermittelt, den wir weiter empfehlen können: freundlich, kommunikativ, erfahren und offen für eigene Vorschläge zur Tour.
(diego-andes@hotmail.com)

Material:
Wir konnten in Tambopaxi das fehlende Material mieten (Steigeisen, Pickel, Klettergurt), wir waren froh unsere Steigeisenfesten Bergschuhe dabei zu haben. Beim Haupteingang des Nationalparks soll es auch möglich sein Material zu mieten.

Infrastruktur
Die Unterkunft Tambopaxi und das Refugio Jose Ribas waren besser Ausgerüstet als erwartet:
Tambopaxi: Zimmer mit warmen Bettdecken, feines Essen, Strom, Telefon, warme Duschen.
Refugio Jose Ribas: Matrazenlager (warmer Schlafsack nötig), Küche mit Gasherd (Essen selber mitbringen), Strom, Wasser.

Hochsaison
Bei uns war ganz und gar nicht Hochsaison: wir waren zu fünft in der Hütte und zwei mehr auf dem Gipfel. Ein Monat vorher haben 120 Leute in der Hütte übernachtet. Unsere kurzfristige Organisation (Führer, Material, Hütte) hätte natürlich in der Hochsaison nicht funktioniert.



Diary Nach Banos
Posted on Thu, 25 Sep 2008 01:00:49 by Sarah Huber

Nach dem Cotopaxi sind wir über eine Nebenstrasse nach Banos (1800) gefahren: ein Ferienort mit vielen Bäder, Hotels und Restaurants.
Leider keine Aussicht mehr auf die hohen Bergen. Um den Tungurahua zu sehen muss mann etwas höher steigen. Der Vulkan war seit 1999 mehrmal ausgegrochen und hat Häuser und die Strasse nach Riobamba zerstört.

Tungurahua

Banos

Wasserfall Pailon del Diablo nach Rio Verde






Diary Tena
Posted on Tue, 07 Oct 2008 04:14:38 by Sarah Huber

Von Banos sind wir über Puyo nach Tena gekommen. Nun sind wir auf 600müM, am Rande des Amazonasbecken. Wir mussten uns zuerst an die tropischen Temperaturen gewöhnen: Die Sonne brennt senkrecht. Der Schweiss fliesst, schwemmt die Sonnencreme in die Augen. Der Fahrtwind ist so erfrischend wie ein Haarföhn. Ein Hügel mit dem Fahrrad zu erklimmen kann anstrengender sein als die letzten Höhenmeter auf den Cotopaxi.




Angenehmer ist es den Tag beim gehen und schwimmen in einer Schlucht zu verbringen: eine Art Canyoning im Jungle ohne Seil, mit Badehose und Gummistiefeln.



Kühl war auch die Kayak-Fahrt auf dem Rio Anzú, vor allem bei teilweise heftigem Regen.



Ein kräftiges Gewitter kann auch mal für Abkühlung sorgen, so finde ich es heute Abend nur mit T-Shirt etwas kühl, oder habe ich mich schon an die Hitze gewöhnt?

Im AmaZOOnico wird einem alles geklaut war nicht Niet- und Nagelfest ist!






Traditionelles Essen bei einem Schamanen





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