Volcan Sumaco
Posted on Wed, 08 Oct 2008 18:54:58 by Rene Buergi
Von Tena sichtbar erhebt sich in nordöstlicher Richtung ein Vulkankegel über den Regenwald.

Der Vulkan Sumaco (3827 m.ü.M) gilt als letzter dem Amazonasbecken vorgelagerter Berg dieser Höhe. Ein 3-5tägiges Trekking führt von dem kleinen Dorf Pacto Sumaco (1538 m.ü.M) über alle Vegetationsstufen hinweg auf den Gipfel. Mit dem Tourenanbieter Mundopuma haben wir einen guten Partner gefunden, welcher uns diese Tour organisiert hat.
Der Weg führt zuerst durch Kulturland und Naranjilla-Plantagen, dann durch Bäche und dichten Regenwald zu einer ersten einfachen Hütte (1792 m.ü.M). Was für ein Glück mit Gummistiefeln unterwegs zu sein und nicht mit den anfänglich vorgesehenen Bergschuhen: Der Weg führt immer wieder durch Sumpflöcher.




Unser Führer Luis erklärt uns von Zeit zu Zeit einige Pflanzen und zeigt uns Vögel und Spuren von Tapiren und Bären (vegetarische!), welche wir selber nie entdeckt hätten. Auf den Bäumen turnen in einiger Entfernung Affen herum. Auch kleinste Käfer, Schmetterlinge und Blumen säumen den Weg zur dritten Hütte (2750 m.ü.M).




Obwohl der Weg über ein längeres Stück entlang einem Grat führt, gibt der dichte Regenwald nur selten einen Blick zum Vulkan frei.
Nach einer sternklaren Nacht machen wir uns um 06:30 Uhr bereit, an diesem 3. Morgen die letzten 1000 Höhenmeter auf den Sumaco zu erklimmen.

Schon auf dem Weg zur dritten Hütte sind die Bäume kleiner geworden. Die Vegetation ist zeitweise in dichten Bambus-Bewuchs übergegangen.

Etwa auf 3000 m.ü.M. lichtet sich der Wald, und die Sicht wird frei auf einige der 6-7 Nevados, umliegende Vulkane der Anden, alle über 5000m hoch.


Die obersten 400 Höhenmeter sind von karger Vegetation geprägt, welche hier in Ecuador Páramo genannt wird.

Der Gipfel des Sumaco besteht aus einem Kraterrand mit einem winzigen See im Kratergrund.

Vom Gipfel ist in rund 6 Stunden die zweite Hütte bei der Laguna Guagua Sumaco zu erreichen. Von hier hat man bei klarem Wetter nochmals Sicht auf den Gipfel und das Amazonasbecken. Der Rückweg ist identisch mit der Aufstiegsroute, einen zweiten Weg auf den Sumaco gibt es nicht: selbst nach wenigen Monaten wächst der Weg wieder zu.


Während der Tour hat uns Martha mit reichhaltigem Essen versorgt. Rühreier, frittierte Würstchen, Huhn, Reis, Kochbananen oder Linsen sind für ungewohnte Mägen allerdings schon etwas deftig zum Frühstück!

Die halbstündige Rückfahrt von Pacto Sumaco zur Strasse Coca-Tena auf der Ladebrücke des Kleinlasters ist zum Abschluss noch recht anstrengend geworden.

Toureninfos:
Wetter: Bei gutem Wetter sind Nacht und Morgen klar, nach Sonnenaufgang bilden sich von Osten her rasch Quellwolken, welche über den Tag zu einer dichten Wolkendecke oder sogar Gewitterregen führen.
Jahreszeit: Die Tour auf den Sumaco kann von ca. Juli bis Dezember durchgeführt werden. Während den Regenmonaten verwandeln sich die Wege in grosse Bäche.
Informationen zum Nationalpark: Sumaco Nationalpark
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Zwangspause in Cuenca
Posted on Sun, 19 Oct 2008 02:08:18 by Rene Buergi
Unter normalen Umständen wäre Cuenca in 3 Tagen zu erreichen gewesen. Doch das ständige auf und ab zwischen Riobamba und Cuenca hat bereits den ersten Tribut gefordert: René's rechtes Knie ist in den Streik getreten. Doch wo liesse sich bei einem fünftägigen ärztlichen Radfahr- und Wanderverbot besser die Zeit verbringen, als in einer Stadt, welche zum Unesco Weltkulturerbe gehört?



In Cuenca werden auch die weltbekannten "Panamahüte" hergestellt, diese kommen nämlich gar nicht aus Panama sondern aus Ecuador. Die Hüte werden nicht aus Stroh sondern aus Paja Toquilla, eine Art Palmenblätter die an der Küste wachsen, geflochten.

Cuenca oder ausgeschrieben Santa Ana de los Rios de Cuenca hat durchaus einiges zu bieten: Unzählige Kirchen stehen in der mit grossen Steinen gepflasterten Altstadt. Die Gebäude stehen dicht an dicht, viele im Kolonialstil. Es gibt Historische, Kunst- und viele andere Museen, so dass man mindestens zwei Wochen braucht, um sie alle zu besuchen. Sehr beeindruckt hat uns die alte Kathedrale von Cuenca mit den vier kleinen Seitenkapellen: Sie wurde 1999-2005 renoviert und kann seither als "Museum" besichtigt werden. Die Kirche steht praktisch seit der Stadtgründung 1556/1557. Sogar die Orgel, welche 1739 aus Europa eingeschifft wurde, haben die Restaurateure so gut es ging zusammengeflickt: Töne allerdings wird sie keine mehr hergeben.

Ein Kleinplanetarium gibt es in Cuenca übrigens auch: Es enthält einen älteren Sternenprojektor der Firma Zeiss. Zusammen mit 75 Schulkindern war die Vorstellung zwar etwas laut. Aber man hat uns versichert, dass wir ganz bestimmt die einzigen ausländischen Touristen der letzten paar Monate seien...
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Cajas Nationalpark
Posted on Wed, 22 Oct 2008 01:30:55 by Sarah Huber
Von Cuenca aus haben wir einen zweitägigen Abstecher in den Cajas Nationalpark gemacht. Auf einer Wanderung sind wir an gut 20 der mindestens 230 Bergseen vorbei gekommen. Die Seen sind von einer vielfältigen Paramo- und Sumpfvegetation umgeben. Mit etwas Glück kamm man auch seltene Vogelarten beobachten.


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Kakao und Bananen
Posted on Mon, 03 Nov 2008 00:41:04 by Sarah Huber
Von Cuenca sind wir wieder auf dem Fahrrad durch das Yunguilla Tal richtung Küste losgefahren. Wir waren erstaunt wir rasch sich die Vegetation in ein und dem selben Tal ändern kann: oben grüne Kuhweiden und Wald, im mittleren Teil wüstentrockene Hügel mit Kakteen und ohne Vorwarnung fanden wir und in Nebel und Nieselregen wieder wo ein tropischer Wald wuchert und die ersten Bananen- und Papayabäume ihre Früchte tragen. An der feuchtwarmen Küste gedeiht auch die Kakaopflanze. Nach der Ernte müssen die Bauern die Kakaobohnen trocknen. Da sich das trockene Klima weiter oben im Tal dafür besser eignet fahren viele Bauern das Tal hoch um die Kakaubohnen am Strassenrand zum trocknen auszubreiten.

Die Bananenplantagen haben uns bis zur Bananen-Metropole Machala begleitet. Hier wird ein grosser Teil der auf der Welt konsumierten Bananen verschifft.
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