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Diary Bei den Kohle-Mineuren
Posted on Thu, 18 Dec 2008 18:54:15 by Rene Buergi

Nicht weit von Chavin befinden sich auf einer Höhe von knapp 3500 m.ü.M. einige Kohleminen. Direkt von der Strasse weg führen die Stollen in den Berg hinein.



Das Licht der Taschenlampe wird von den schwarzen Wänden verschluckt, als würde es ins Leere zünden. Ich krieche durch den schmalen Spalt zwischen Kohlewagen und der Stollenwand und gelange rund 50m im Berg zu der zweiten Kohleschicht, welche im Moment abgebaut wird.



Die Kohleflöze sind rund 1.5m dick und rund 50 Grad steil. Gegen oben werden sie mit Holzlatten abgestützt, während darunter die Kohle von Hand mit dem Pickel abgetragen wird. Einer der Kumpels fördert das schwarze Gut dem schmalen Gang entlang, während drei weitere damit beschäftigt sind, dieses über drei Stufen in den Hauptstollen hinauf zu schaufeln.



Die Arbeit ist hart, die Luft im Stollen warm. Schnell sind die schwarzen Gesichter der Männer schweissgebadet. Die lange Mittagspause, welche den 8h-Tag teilt, wird denn auch benötigt, um nach dem Mittagessen den Sack mit den Coca-Blättern leer zu futtern. Der Saft der Kokablätter soll helfen, den harten Tag zu überstehen.






Diary Die Rückseite der Cordillera Blanca
Posted on Thu, 18 Dec 2008 18:34:02 by Rene Buergi

Während Sarah sich daran gemacht hat, die Cordillera Huayhuash zu umrunden, habe ich mich entschieden, die Rückseite der Cordillera Blanca zu erkunden.




Nach einer Nacht auf dem Portachuelo zwischen Yungay und Yanama besuchte ich das Dorf Piscobamba. Vom schön gelegenen Dorf hat man eine prima Aussicht auf den ganzen nördlichen Teil der Cordillera.



Auf dieser Seite der Cordillera sind Touristen eine Rarität und zu dieser Jahreszeit gab's ausser mir gar keine. Die meisten Einwohner leben noch recht traditionell: Auf meiner Wanderung begegne ich Schafhirten, Kuhtreibern und Bäuerinnen am Spinnen.



Kleine, auf unserer Karte nicht eingezeichnete Strassen verbinden die verschiedenen Andentäler. Und der Blick über einen dieser kleinen Pässe offenbart noch weitere Bergketten jenseits der bekannten Cordillera Blanca.



Bei San Marcos befindet sich versteckt eine riesige Kupfermine. Im Tagbau wird hier seit dem Jahre 2001 kontinuierlich ein Berg abgetragen. 2-3 km tief soll das Loch innerhalb der nächsten 14 Jahre werden. Rund 2000 Mitarbeiter beschäftigt die kanadische Firma.





Diary Huayhuash Umrundung
Posted on Wed, 17 Dec 2008 19:38:29 by Sarah Huber

Leider ist Rene's Knie noch nicht für ein Trekking tauglich, was inmitten der schönen Berge der Cordillera Blanca sehr bitter ist.
Ich hatte mehr Glück und konnte mich acht anderen Wanderlustigen anschliessen, die das Huayhuash-Massiv umrunden wollten. Hier erhebt sich der zweithöchste Gipfel von Peru: der Yerupaja.



Unter Bergfreaks ist sein Nachbar, der Siula Grande, vielleicht bekannter: hier spielte sich das Schicksal von Joe Simpson (Sturz ins Leere) ab.

Wir waren acht Tage mit dem Führer Daniel, dem Mulitreiber Mario, zwei Tragpferden, einem Reitpferd (für den Notfall) und vier Eseln unterwegs.



Da hier Regenzeit ist, waren die Berge häufig in Wolken verhüllt, auch mit Regen oder gar Schnee oder Hagel mussten wir immer wieder rechnen.



Wenn die Wolken aber wegzogen und die Sonne durchkam, erstahlten die imposanten Schneegipfel, grünen Wiesen und glitzernden Lagunen in ihrer Schönheit.















Diary Via Entenschlucht nach Huaraz
Posted on Mon, 08 Dec 2008 18:32:02 by Rene Buergi

Normalerweise befahren die Busse von Chimbote nach Huaraz die längere aber asphaltierte Strecke, welche zuerst entlang der Küste nach Süden führt. Einige Busse hingegen befahren noch die abenteuerlich anmutende Naturstrasse, welche Huaraz in 9 Stunden über die Entenschlucht von Norden erreicht.



Die Strasse führt entlang dem Fluss Santa durch die trockene Cordillera Negra. Die Felswände erheben sich beidseitig steil nach oben. Manchmal trohnen hundert Meter über der Strasse lose Felsklötze in erdreichen Hängen, und es wundert einjeden, dass die Strasse nicht wöchentlich verschüttet wird.






Nachdem sich das Tal für einen Moment geweitet hat, windet sich die Strasse in Tunnels und Galerien über die kurze und enge Entenschlucht nochmals 800 Höhenmeter nach oben. Dröhnend bewältigt der Bus weitere 1000 Höhenmeter im nun breiteren Tal, bevor wir Huaraz auf 3000 m. ü. M. erreichen. Hier lädt die Cordillera Blanca jeden Bergfreak zum verweilen ein.





Diary Chimbote
Posted on Mon, 08 Dec 2008 18:28:54 by Rene Buergi

In unserem Reiseführer steht, man würde die Stadt Chimbote schon riechen, bevor man sie sähe. Dem ist so: Es braucht schon etwas Resistenz gegenüber dem allgegenwärtigen Fischgeruch, um sich in Peru's grösstem Fischereiort wohl zu fühlen.



Obwohl der grösste Teil von Peru's Nordküste staubtrocken ist, haben sich um die Flüsse abschnittsweise grüne Oasen gebildet. Durch jahrhundertelange Bewässerung gelang es den Boden so fruchtbar zu machen, dass heute sogar Reis angebaut wird.






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